Fastenzeit  2016

Impressum

Ramadan - die Fastenzeit  2016 im Islam:
06.06.2016 - 04.07.2016

Die Fastenzeit 2016 im Christentum:
10.02.2016 - 26.03.2016

Die Fastenzeit 2016 der Orthodoxen Kirche
4 mehrwöchige Fastenzeiten pro Jahr mit unterschiedlichen Fastenregeln. Nachdem diese von je nach Orthodoxer Kirche differieren, ist eine Angabe eines genauen Datums nicht möglich. Hinweis auf den Kalender der Russischen Orthodoxen Kirche.
Große Fastenzeit; 40 Tage vor der Karwoche
Apostelfastenzeit, Petrusfastenzeit
Gottesmutterfasten
Weihnachtsfasten
Zusätzlich gibt es noch einzelne feste Fastentage

Die Fastenzeit 2016 im Judentum
6 strikte Fastentage pro Jahr; daneben weitere Fastentage, die nicht von allen Juden so streng gesehen werden.
Pessach: 23.03.-30.04.2016
Fasten Gedaljja: 05.10.2016
10. Tewet 08.01.2017
Fasten Esther (Taanit Esther): 23.03.2016
17. Tamus: 24.07.2016
Tischa BeAw: 14.08.2016
Jom Kippur: 12.10.2016

Die Fastenzeit im Buddhismus
monatliche Fastentage

Fastenzeit im Überblick

Die Fastenzeit gehört insbesondere in den christlichen Kirchen zu den wichtigsten Zeitspannen des Jahres. Insgesamt dauert die Fastenzeit gewöhnlich genau 40 Tage, die Zählungsweisen unterscheiden sich allerdings je nach Religion. Die Fastenzeit gilt im Christentum als Phase von Gebet, Buße und Selbstverleugnung. In der Fastenzeit gilt es als üblich, dass sich Christen in Verzicht üben – dieser kann sich von Nahrung bis auf andere Bereiche erstrecken.

Die Fastenzeit ist eine der wichtigsten Perioden im Kalender der Christenheit. Die Fastenzeit spielt grundsätzlich in allen christlichen Religionsgemeinschaften eine Rolle, ihre Bedeutung ist allerdings je nach Land und Glaube unterschiedlich. Gleich sind dagegen in fast allen christlichen Religionen der Zeitraum und die Dauer der Fastenzeit. Diese startet gewöhnlich am Aschermittwoch und dauert danach 40 Tage (alternativ auch etwa sechs Wochen).

Das Ende der Fastenzeit stellt gewöhnlich der Ostersonntag dar. Nach der Fastenzeit folgt eine feierliche Zelebration des Osterfests, das in den meisten christlichen Religionen zu den wichtigsten Festen gehört.

Historisch: Verzicht auf Mahlzeiten

Die 40 Tage der Fastenzeit spielen in den christlichen Kirchen bereits seit vielen Jahrzehnten eine wichtige Rolle. Besonders auf Fleisch sollte während der Fastnachtszeit bis heute verzichtet werden. Milchprodukte dagegen gehören heute zu den Speisen, die auch in der Fastnachtszeit verzehrt werden dürfen. Früher allerdings waren auch Milchprodukte streng verboten, das galt auch für Eier. Heute wie damals gilt es zudem als üblich, dass in den Fastennächten gegessen werden darf. Auch für diese Mahlzeiten gibt es aber Voraussetzungen, die beachtet werden sollten, wenn die Fastenzeit richtig zelebriert werden soll.

Römisch-katholische Kirche: Mehr Almosen, mehr Glaube

Die Bedeutung der Fastenzeit in der römisch-katholischen Kirche gilt als relativ groß. Auch deswegen wird ein Verzicht in mehreren Bereichen von der Kirche empfohlen. Das betrifft zum einen die genannte Nahrung, zum anderen sollte auch auf manche andere Dinge, etwa Alkohol, verzichtet werden. Damit aber noch nicht genug, denn die Bedeutung in der römisch-katholischen erstreckt sich auch noch deutlich weiter.

Nicht nur die Nahrung, auch das grundsätzliche Verhalten soll sich während der Fastenzeit verändern. Zentral ist dabei etwa die stärkere Bindung zur Religion, die in der Fastenzeit besonders wichtig ist. Das bedeutet, dass römisch-katholische Christen insbesondere ein deutlich engeres Verhältnis zum Gebet aufbauen sollen. Mehr und intensiveres Beten gehören dabei mitunter zu den wichtigsten Veränderungen. Die Bedeutung der Fastenzeit soll sich im Leben eines römisch-katholischen Christen darüber hinaus darin zeigen, dass er oder sie sich karitativen Zwecken zuwendet. Das heißt, dass Almosen, Spenden und jegliche Art von Nächstenliebe eine deutlich größere Rolle spielen sollten.

Orthodoxe Kirche: Verschiedene Fastenstufen

In der orthodoxen Kirche ist das Fasten von größerer Bedeutung als in vielen anderen Religionsgemeinschaften. Das liegt auch daran, dass die orthodoxe Kirche mehrere Stufen des Fastens ermöglicht. Abgesehen davon gibt es neben der „großen Fastenzeit“ (40 Tage vor Ostern, wie in den meisten anderen christlichen Religionen) noch mehrere andere Fastenzeiten („Apostel-Fastenzeit“, „Mariä-Entschlafungs-Fastenzeit“ und „Phillippus-Fastenzeit“). Am häufigsten fasten orthodoxe Christen allerdings fraglos in der großen Fastenzeit, die auch in den anderen christlichen Religionen bekannt ist.

Im Rahmen des Fastens stehen einem orthodoxen Christen verschiedene Stufen des Fastens zur Verfügung. In der sogenannten ersten Stufe gilt ein streng veganer Fastenplan, der den Konsum jeglicher tierischer Produkte mit Ausnahme von Honig verbietet. In der zweiten Stufe dürfen auch Wein, Öl und Weichtiere verzehrt werden. Die dritte Stufe erlaubt darüber hinaus auch den Konsum von Fisch. Die verschiedenen Fastenstufen können entweder individuell oder von einer gesamten Kirchengemeinschaft beschlossen werden. Es gilt zudem als üblich, dass die Fastenstufen an bestimmten Wochentagen (zumeist am Wochenende) gelockert werden.

Evangelische Kirche: Kein Verzicht auf Nahrung

Anders als in der römisch-katholischen und orthodoxen Kirche hat die Fastenzeit in der evangelischen eine geringere Bedeutung. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Martin Luther deutlich machte, dass die Fastenzeit nicht von Gott vorgeschrieben wurde. Stattdessen sollen evangelische Christen sich in der Zeit vor Ostern viel eher auf den Glauben konzentrieren. Auch die in der römisch-katholischen Kirche ebenfalls relevante Hinwendung zu mehr Spenden und mehr Mitgefühl spielt in der evangelischen Kirche eine wichtige Rolle. Lieber sollten sich evangelische Christen in der Fastenzeit entsprechend der Hilfe für andere zuwenden, anstatt sich über die Ernährung Gedanken zu machen. Auf Grund der weniger strengen Regeln ist die Bedeutung der Fastenzeit in der evangelischen Kirche geringer als in den anderen großen christlichen Glaubensgemeinschaften.

Islam: Ramadan als Fastenzeit

Nicht zu vergessen ist darüber hinaus der Ramadan, der weltweit als Fastenmonat bekannt ist. Zwar ist der Ramadan nicht direkt mit der Fastenzeit im Christentum gleichzusetzen, dennoch sind viele Parallelen zu erkennen.
So geht es beim Ramadan ähnlich wie in der Fastenzeit in der römisch-katholischen und der orthodoxen Kirche um den Verzicht auf Nahrung. Auch die engere Beziehung zum Glauben spielt im Ramadan, der jedes Jahr zu einem anderen Zeitpunkt ist, eine große Rolle. Die Bedeutung des Ramadan ist im Glauben des Islam enorm groß. Auf Grund der Eigenarten, etwa der unterschiedlichen Dauer und des anderen Zeitpunkts im Jahr sowie einigen verschiedenen Regelungen, werden die Fastenzeit und der Ramadan allerdings nur selten direkt miteinander verglichen.

Andere Religionen: Keine Fastenzeit

Außer im Christentum und dem Islam spielt die Fastenzeit keine große Rolle. Nur wenige kleinere Religionsgemeinschaften zelebrieren eine Art Fastenzeit. Die Bedeutung der Fastenzeit ist allerdings insbesondere in den beiden größten Religionen der Welt enorm. Die Fastenzeit im engeren Sinne existiert allerdings nur in den großen christlichen Religionen. Die wichtigste Bedeutung hat sie heute in der römisch-katholischen und der orthodoxen Kirche. In beiden wird die Fastenzeit noch von vielen Gläubigen ernst genommen, wenngleich das strenge Fasten nur noch selten praktiziert wird. Viel mehr versuchen sich viele Christen daran, eine abgeschwächte Art des Fastens – etwa einen Verzicht auf Alkohol oder Süßigkeiten – durchzuführen.


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